Höhe des Kindesunterhaltes

Der Kindesunterhalt richtet sich immer nach dem Einkommen der Eltern. Elternteile, die ein hohes Einkommen haben, müssen in der Regel auch einen hohen Kindesunterhalt an ihre Kinder leisten.

Der Kindesunterhalt wird an zwei Faktoren errechnet. Einerseits werden die finanziellen Möglichkeiten des Elternteiles herangezogen und anderseits wird der Kindesunterhalt auch an den Bedürfnissen des Kindes gemessen. Im Grunde genommen kann aber gesagt werden, dass der Kindesunterhalt sich immer am Einkommen des Elternteiles orientiert. Je höher das Einkommen ist, desto höher wird auch der Kindesunterhalt berechnet.

Der Elternteil, der den Kindesunterhalt leisten muss, muss zudem auch bemüht sein, dass er für diesen Betrag auch aufkommt. Beim Kindesunterhalt gibt es im Grunde genommen kaum eine Belastungsgrenze, denn in Österreich ist es sogar möglich, dass auch das Existenzminimum unterschritten wird, damit die Bedürfnisse des Kindes abgedeckt werden können. Es gibt zwar eine Düsseldorfer Tabelle, aber eigentlich ist jeder Kindesunterhalt doch eine Entscheidung des Gerichtes. Das Gericht orientiert sich zwar an dieser Tabelle, entscheidet aber individuell wie hoch der Kindesunterhalt sein wird. Der Kindesunterhalt wird vom Gericht entweder schon beim Scheidungsverfahren festgelegt oder aber mit Hilfe eines Unterhaltsverfahrens fixiert.

Sollte der bezahlende Elternteil versuchen, dass er sich dieser Zahlung entzieht, in dem er den Job kündigt, dann wird nicht das tatsächliche Einkommen berechnet, sondern immer nur das fiktive - das Einkommen, das verdient werden könnte.

Da es bei Kindern auch immer wieder zu einem Sonderbedarf kommen kann, der z. B. die Ausbildung oder eine ärztliche Betreuung umfasst, muss der bezahlende Elternteil auch für diese Kosten aufkommen. Kosten, die durch eine Schikurs oder eine Schullandwoche entstehen, werden nicht als Sonderbedarf gesehen uns müssen auch nicht vom bezahlenden Elternteil geleistet werden.